…heißt es ja immer.
Ich allerdings teile diese Ansicht nur sehr bedingt. Dass ein Mensch mit mir verwandt ist, bedeutet noch lange nicht, dass ich ihn respektiere oder gern um mich habe.
Meine Eltern beispielsweise respektiere und liebe ich sehr – auch wenn der alte Herr in der letzten Zeit Alles tut, um diese Gefühle zu zerstören.
Meinen Bruder – mit dem ich mich lange nicht gut verstanden habe – respektiere ich ebenfalls. Er ist zwar wesentlich diplomatischer als ich, aber letztlich kannst Du dich auch bei ihm darauf verlassen, dass er sagt was er denkt. Inzwischen habe ich ihn sogar liebgewonnen.
Meine Schwester hingegen habe ich aus meinem Leben gestrichen. Die hat meine Eltern 20 Jahren lang aufs übelste terrorisiert und beschimpft, ihre Lieblingskinder elendig verzogen und die zweite Tochter, mit deren Aussehen und Intellekt es die Genetik leider nicht so gut gemeint hat, musste bis zu ihrem 18. Geburtstag ein Dasein fristen wie einst Aschenputtel bei der bösen Stiefmutter.
Da ist es mir ganz egal, wie sehr wir verwandt ist – diese bösartige, inkompetente Person hat un meinem Leben definitiv keinen Platz mehr.
Go to Hell!


14 Kommentare
Wie wahr, ich kann dir nur gänzlich zustimmen!
Deine arme Nichte :( Ich hoffe, sie schafft es nun, sich aus diesem Aschenputtel-Dasein zu befreien! Sowas ist wirklich ganz schlimm. Wie traurig muss sie sein…
Recht du hast! Böse Menschen brauche ich nicht in meinem Leben ob verwandt oder nicht! Da kenne ich auch schon lange kein Pardon mehr! Niemand hat das Recht, mir ins Genick zu treten, auch nicht meine engste Familie! Ich hab das mit meiner sehr garstigen Großmutter erlebt. Von heute auf morgen war Feierabend. Das Leben ist einfach zu kurz, sich mit solch anstrengenden oder fiesen Menschen abzugeben.
Nee, nee, da bin ich ganz bei dir!
Hat dich unser Gespräch jetzt dazu angeregt?
Blut ist bei mir auch nur bei Rahel dicker als Wasser – Mami lass ich ziemlich oft auflaufen – die soll endlich mal selber kämpfen und Papi, naja – der lebt da auch noch irgendwo.
Und:
Freunde kann ich mir aussuchen – Familie nicht *pah*
aha, der Don ist zornig !
Zorn sollte keinen Platz im Leben haben
( Weisheiten des Wenzels, Buch 46 )
Tja, großer, weiser Don. Da sachste wat Wahres. Unsere Familie, damit meine ich meine Eltern, meinen Bruder und mich, stehen immer zusammen. Daher mussten wir vor zwei Jahren auch mit unseren Großeltern brechen. Opa, ein kleiner Tyrann, hat ständig Streit gesucht, mit Vorliebe mit meinem Paps, der ihm eh nie gut genug war. Aussprache war nie drin. Opa wollte immer eine, die dann nach 2 Sätzen seinerseits in Schreien, Raserei und Vorwürfe ebenfalls seinerseits ausarteten und von uns dann abgebrochen wurden. Als wir alle dann als Abzocker und Schmarotzer beschimpft wurden und sogar meinem Bruder und mir die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke von vor über 10 Jahren vorgehalten und aufgerechnet wurden, war Feierabend. Und Oma? Die Arme wurde von Opa seit jeher klein-, dumm- und stillgehalten (durfte nie den FS machen, Frauenzeitschriften (tina, Neue Post, etc.) musste sie heimlich lesen, da solche Zeitschriften in den Augen von Opa “Schund- und Käseblätter” sind, stattdessen hat er ihr in der Zeitung angestrichen was sie lesen sollte. Fernsehprogramm wurde von Opa festgelegt, ob Oma das sehen wollte oder nicht, usw.) und hielt letztendlich doch zu ihm.
Von daher verstehe ich dich sehr gut.
Ist ja doch erfreulich zu lesen, dass ich mit der Einstellung nicht alleine dastehe. Ich finde halt, Respekt und liebe muss man sich verdienen. Die Verwandschaft geht zwar mit einem Vorschuss an den Start, aber den kann sie auch verspielen.
@Lilli: Zumindest momentan sieht es so aus, als solle sie sich ganz gut von diesem Mist lösen können.
@Ansuzz: das denke ich auch immer. Viel zu kurz für diesen Mist.
@Frau Puschel: Genau. Das war der Auslöser. Hat aber schon lange in meinem Kopf gekreist.
@Wenzel: Hui. Der Meister lässt mich an seiner Weisheit teilhaben! Intensive Sekunden, mein Guru. *lol*
@Jonez: Zu viel des Lobes.
Und: Der Opa war wohl noch aus der Bismarck-Generation, wie? MannMannMann. Gut, dass Ihr dem Typ die rote Karte gezeigt habt.
NEIN,
Blut ist auf keinen Fall dicker als Wasser!
Und ich spreche auch aus Erfahrung ;-)
Familie – jener Haufen wildfremder Leute,
die sich ein Leben lang verbunden fühlen müssen.
Erhard Blanck
Da sag ich nur, “Familie hat man. Seine Freunde kann man sich aussuchen.” Solch eine Schwester bekäme bei mir auch keine Schnitte mehr, allerdings hätte ich sich trotzdem.
Einmal mehr bin ich dankbar, dass ich Einzelkind bin ;-)
Verwandte bzw. deren angeheirateten “besseren” Hälften begleiten mich fast täglich und haben den schönen Namen SOWAS ;-)
Blut ist dicker sicher, denn man hat viele Ähnlichkeiten mit der lieben Verwandtschaft und ist quasi lebenslang dazu verpflichtet Kontakt zu halten. Blut heißt aber nicht Liebe und auch nicht Respekt, – das muss man sich verdienen.
Wer sich verpflichtet fühlt, Kontakt zu halten – ist einfach nur selber schuld – NEIN DANKE – das muss ich mir nicht antun – ich bin krank genug.
Das seh’ ich genauso wie Sie, Frau Puschel. (Für Nadine: Frau Puschel ist Xchen). Warum soll ich mit denen kontakt halten, wenn ich sie verachte. Kommt nicht in die Tüte!
Also ich habe zu weiten Kreisen meiner Familie nicht sooo das Verhältnis, das andere dazu haben. (Scheidungskind, gaaanz lange Geschichte, ich glaub einen Teil kennst Du…)
Von daher stimmt ich Deiner Einschätzung zu. Mir sind Freunde wichtiger als die meisten meiner Familienmitglieder.
Aber wenn ich ehrlich bin, hat “Blut ist dicker als Wasser” eine Dimension, die ich vor nicht allzu langer Zeit kennen gelernt habe: Über all dem Ärger auch mal traurig zu sein, dass dem so ist. Das es nicht besser läuft, oder das es teilweise überhaupt nicht so läuft.
:-(